Fischfrustwurst

Der Schlossteich wimmelt von Fischen. Forellen, Karpfen, Hecht, Zander sind häufige Gäste auf Schloß Türnich und jetzt auch endlich mal auf dem Teller – und natürlich an dem einzigen Tag, an dem der Fisch sich gerne essen lässt – am Karfreitag. Ob Fischers Fritze die Fische gefischt hat, ist unsicher aber uns fallen natürlich auch noch mehr Zungenbrecher mit Fischen ein: Fischer, die als Floßfahrer mit Flussflößen auf Floßflüssen fahren, sind fischende Floßflussflussfloßfahrer. Oder Fips frißt frisches Fischfleisch, frisches Fischfleisch frißt Fips. Na gut. Einer noch: Mischwasserfischer heißen Mischwasserfischer, weil Mischwasserfischer im Mischwasser Mischwasserfische fischen. Mischwasser ist übrigens was ziemlich ekliges. Ich dachte immer, das sei so halb süß und halb Salzwasser. In Wirklichkeit ist es halb Abwasser und halb Regenwasser. Mischwasserfische dürften somit zwar antibiotikaresistent sein, aber schmecken vermutlich eher etwas jauchig und kommen bei uns natürlich nicht auf den Tisch!
Schloss Türnicher Fischköche kochen frische Teichfische frisch – frisch kochen Türnicher Schlossköche frische Teichfische fritte.
AM KARFREITAG UM 19 UHR – JETZT SCHNELL RESERVIEREN!!
Anmeldung ist für das Menü verpflichtend 02237-97 46 91 oder cafe@schloss-tuernich.de
und für den Salon wünschenswert: verwaltung@schloss-tuernich.de oder 02237-97 46 97 – Karten dann an der Abendkasse
Für Kurzentschlossene:
Heute Abend läuft zum letzten Mal meine Faust-Inszenierung – und zwar im Theater von Gütersloh. Ich bin sehr traurig, da es ein tolles Projekt mit tollen Menschen war und das Publikum es geliebt hat. Heute abend 19 Uhr also die letzte Chance, es zu sehen. Restkarten an der Abendkasse.
Alle Infos unter www.libanon-on-stage.de
Und schließlich gibt es dieses Jahr wieder zahlreiche Führungen durch Park und Kapelle. Auftakt heute um 11 Uhr (für Ultrakurzentschlossene) mit Conny Breuer. Treffpunkt auf dem Schlosshof. Danach empfiehlt sich ein köstliches Mittagsmahl im Schlosscafé.
Weitere Führungen unter www.schloss-tuernich.de/veranstaltungen
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Nase weiß

die Nase ist ja im Gesicht schon eine bemerkenswerte Einrichtung und entzieht sich (zumindest erstmal) dem biometrischen Zugriff, obwohl es kaum Individuelleres als die Nase gibt. Sie ist gerade, gebogen, konvex oder konkav, krumm oder mit Haken, schief, stupsig oder spitz, sie ist hochattraktiv oder abstoßend, mit Mitessern oder ohne, voller Popel oder Haare oder beides, aber in jedem Fall die auffallendste Erhebung im Gesicht. Nichts kann man schöner irgendwo hineinstecken und man kann sogar seiner eigenen Nase nachlaufen (was ich übrigens fast immer tue – und damit auch schon mal gegen die Wand gelaufen bin – zum Glück (und zur Strafe (für die Nase)) natürlich mit der Nase zuerst). Kein Wunder also, dass die Literatur sich auch schon der Nase angenommen hat – und zwar schon in der Antike: Kleopatra und Caesar fielen bekanntlich (Asterix) beide durch ihre Nasen auf, doch die bemerkenswerteste Beschreibung einer Nase stammt aus dem 18. Jahrhundert und zieht sich über schlappe 80 Seiten – es sind aber die großartigsten Nasenseiten der Weltliteratur. Das Buch, das auch noch anderen (ähnlich bedeutenden) Inhalt beherbergt, hat deutlich mehr Verehrer, als Leser. Goethe, Heine, Wieland bewunderten und beneideten es. Es beginnt mit der Zeugung des Protagonisten, der dann aber so lange braucht, um seine Geburt zu beschreiben (4 Bände), dass das Buch dann lieber 4 Jahre vor der Geburt des Protagonisten endet (Hä?). Es ist ein Buch, das mit allen Konventionen, Zeit, Raum und Tod bricht und ist so großartig, dass man es unmöglich lesen kann. Autor: Laurence Sterne (*1713) Titel: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman. Und da die Lektüre niemandem ernsthaft zuzumuten ist, jeder dieses Buch aber zwingend gelesen haben sollte, lesen Georg Lennarz und Severin von Hoensbroech am 22. Februar um 20 Uhr im Salon Schloß Türnich daraus vor.
Wem das zu nasenlastig ist, kann noch versuchen, beim parallel im Cafe stattfindenden Freitagsmenü einen Platz zu ergattern: Orientalische Aromen – ein Abend wie aus 1000 und einer Nacht. Unsere Köche waren auf einer Reise durch Marocco und haben sich dort inspirieren lassen. An diesem Tag geht die Sonne in unserer Küche auf – wenn sie längst untergegangen ist. Orientexpress auf Schloß Türnich. (Und vielleicht gibt es ja auch geschmorte Kamelnasen).
Anmeldung ist für das Menü verpflichtend 02237-97 46 91 oder cafe@schloss-tuernich.de
und für den Salon wünschenswert: verwaltung@schloss-tuernich.de oder 02237-97 46 97 – Karten dann an der Abendkasse
immer eine Nasenlänge voraus (Prinzip Hoffnung)
sev
PS Natürlich ist das Buch ein britisches Produkt – kein Wunder, dass diese Nasen nicht einmal den Brexit auf die Kette kriegen.<
Salon: 22.2.19, Beginn 20 Uhr im Renteisaal. Eintritt 10,- / 8,-. Der Salon ist eine Veranstaltung des Förderkreises und wird begleitet von der bezaubernden Wibke Schäffer, der großartigen Steffi Bullack und dem unvergleichlichen Rolf Räbiger.
Achtung: kein Salon-Gedeck im Café davor, da dort wie gesagt unser Freitags-Menü-Abend ist.
Datenschutzvermerk
Sie erhalten diese Mail, weil sie trotz Aufforderung in einer vergangenen Mail nicht widersprochen haben. Ihre Daten sind auf dem Rechner von Severin Hoensbroech gespeichert und dieser verwendet sie, um Ihnen wertvolle Veranstaltungshinweise und unsinnige Texte zu schicken. Sie können dem jederzeit durch eine Mail an die Absenderadresse bzw. einen Klick auf folgenden Link widersprechen, was aber unweigerlich dazu führen wird, dass Sie keine wertvollen Veranstaltungshinweise und (was schlimmer ist) keine unsinnigenTexte mehr erhalten werden (im Gegensatz übrigens zu den Leuten, die nicht widersprechen).  Sie können auch andere dazu auffordern, eine Mail an den Absender zu schreiben, mit der flehentlichen Bitte, in Zukunft auch unsinnige Texte und wertvolle Veranstaltungshinweise zu erhalten. Der Absender wird dann erst eine Abmahnung wegen unsittlicher Belästigung prüfen, dann das Ansinnen ablehnen und sich schließlich unter Schmerzen dazu herablassen, diese Freunde von Freunden in den Verteiler aufzunehmen. Welche Big Data übrigens von Ihnen gespeichert sind, können Sie jederzeit erfragen (außer Nachts und am Wochenende) – wir teilen Ihnen dann auch Ihre geheimen Vorlieben mit und ob Sie schwanger sind oder nicht – oder schwul – und ob Ihre Data auch echt Big sind. Zusätzlich erhalten Sie eine unkündbare kostenpflichtige Mitgliedschaft im Freundes- und Förderkreis Schloß Türnich e.V. und eine kostenfreie Mitgliedschaft im Verein zur Verhinderung des Schlimmsten (dem wegen Aussichtslosigkeit aber schon vor der Gründung die Gemeinnützigkeit entzogen wurde und dessen Vorstand seither in der Türkei im Knast sitzt.)  Zugang zu Ihren Daten hat übrigens nur der Absender, seine Frau, sein Büro und die NSA (vermutlich noch der BND, die DSGVO, der DLRG, und der SEV (Schienenersatzverkehr)) – aber sonst keiner. Ehrenwort.

Liebe Grüße aus Eis

früher – also damals, als alles noch analog war – Wählscheibe und so (ich kann ja diese romantischen Small-Talk-Reminiszenzen aus der „weißt du noch…“ und „unglaublich, oder…“-Kategorie kaum aushalten, muss aber leider zugeben, dass ich sehr lange und ausführlich darin schwelgen kann – dass es früher zB noch Reiserufe gab: „Frau Gabi Schlüter aus Oldenburg, unterwegs mit einem grünen VW Käfer, amtliches Kennzeichen OL- Rest unbekannt, wird dringend gebeten ihre Schwester in Münster anzurufen“ – und ganz Deutschland fragte sich, was die Schwester aus Münster ihrer Schwester aus Oldenburg wohl zu sagen hat – eine Kollektive Neugierde, deren Befriedigung völlig unerreichbar war. Heute würden sich direkt ganze Facebook-Gruppen bilden, um herauszufinden, was los ist und ob eine Spendenaktion das vermutete Drama wohl lindern könnte) – früher also, als ich noch mehr Briefe schrieb, schrieb ich diese zwar persönlicher, doch ganz am Ende stand immer nur: Dein Severin. Lese ich meine Briefe von heute, steht da selbst bei maximal unpersönlichen Inhalten: Herzlichen Gruß oder noch häufiger Lieben Gruß – Severin. Das Severin dann aber ohne das Possessivpronomen „Dein“. Das Herz ist dabei, aber nicht der Besitz. „Mit freundlichem Gruß“ schreibe ich eigentlich nur noch statt „Sie Arschloch“ oder statt „Ich kenne Sie nicht und Sie sind mir auch egal“ – allen anderen schenke ich mein Herz. Wie viele Menschen mir liebe Grüße schicken, wärmt mein Herz – soviel Liebe von Leuten, die ich kaum kenne, hatte ich gar nicht erwartet und ich frage mich dann häufig, ob ich auch mit einem Lieben Gruß antworten soll, obwohl soviel Liebe (und Liebe ist ja schon ein Wort, das mir zumindest lange nur sehr selten, ausgewählt und mit hohem Blutdruck über die Lippen kam) in meinem Gruß gar nicht drin steckt.
Aber vielleicht macht diese ganze Liebe, mit der wir da permanent um uns werfen, die Welt ja ein bisschen wärmer und da wir das ja spätestens aus Klimaschutzperspektive unbedingt vermeiden sollten, machen wir schnell mal einen Salon und da es draußen gerade eh kalt ist machen wir es noch kälter – hilft vielleicht es ja.
Der Salon steht nämlich unter dem Titel „Eiswelten“ – mit einer Video-Collage aus Fotos der Fotografin Roswitha Mecke, Texten von Martin Haeusler, begleitet mit Klängen von Gerhard Kern (wer Gerhard nicht kennt, kennt nicht den unglaublichsten Musikmaschinen Konstrukteur dieses Planeten) und ergänzt durch Video-Bilder und Geschichten der Innuits von Susanne Haun.
Ein Abend über Eis – diesen Stoff von unsagbarer Schönheit, Wucht, Klarheit und Kälte.
Beginn 20 Uhr im Renteisaal. Eintritt 10,- / 8,- – einfach kommen – Reservierung nicht nötig. Der Salon ist eine Veranstaltung des Föderkreises und wird begleitet von der bezaubernden Wibke Schäffer, der großartigen Steffi Bullack und dem unvergleichlichen Rolf Räbiger.
Achtung: kein Salon-Gedeck im Café davor, da dort unser Freitags-Menü-Abend ist.
Wer lieber dorthin geht, sollte noch schnell reservieren (also unter 02237-97 46 91 anrufen) – vielleicht ist ja noch ein Tisch frei. Es gibt ein spektakuläres 5-Gang-Fisch-Menü. Beginn ist um 19 Uhr – mit Empfang ab 18.30.
Ganz lieben herzlichen Gruß und Kuss
Dein und nur Dein ewiges und einzigstes
Schloß Türnich

Türnich ruft

Advent Advent noch kein Lichtlein brennt, aber es beschleicht einen schon wieder das Gefühl, dass das dieses Jahr wieder nichts wird mit einer ruhigen und entspannten, besinnlichen, auf das wirklich wichtige konzentrierten Vorweihnachtszeit. Doch man soll ja nicht von sich auf andere schließen, sondern lieber dafür sorgen, dass die anderen das Leben leben, das man eigenlich selber leben wollte, denn am Ende – und das ist ein wirklich weihnachtlicher Gedanke – ist ja das schönste Geschenk, wenn ein anderer sich freut und es anderen gut geht. Das glaube wer wolle, doch da Weihnachten nun mal naht, wollen wir dies tun und tun dafür alles.
Der Reihe nach:
Einer der großen Autoren des 20. Jahrhunderts ist zweifellos Thomas Bernhard – und wer denkt, dass man bei seiner Lektüre nur Depressionen bekommt, der hat ihn einfach nie richtig gelesen. Und damit das nicht passiert, lesen Birte Schrein und ich am Freitag mal was von ihm vor. Titel Goethe schtirbt – Bernhard lacht. In Bonn. In der Theatergemeinde – Details unten.
Ebenfalls am Freitag für all jene, die nicht nach Bonn fahren können, wollen oder dürfen mit denen fahren wir (mindestens kulinarisch) nach Österreich. Denn wenn wer weiß, was gut ist, dann sind es unsere Nachbarn – die Österreicher. Wenn man mal eine Weltmacht war und heute gerade mal noch halb so groß ist wie Nordrhein-Westfalen, dann muss man seine Weltmacht neu konzentrieren – und das am besten im Magen bzw. in der Küche. Insofern haben wir diesen Freitag eine Weltmacht zu Besuch auf Schloss Türnich. Lassen Sie sich das nicht entgehen. Das Freitagsmenü am Freitag um 19 Uhr im Café. Bitte unbedingt anmelden – schnell – es gibt noch Restplätze. Übrigens war ich ja neulich mal wieder in Österreich eine Woche in den Bergen – und ich wusste gar nicht, dass ich so viele Lieblingsgerichte habe – und dass sie fast ausnahmslos aus der AU-Küche stammen. Servus – da geht noch was!
Am Freitag drauf – also am 30.11. gibt es dann einen besonderen kulturellen Leckerbissen im Salon Schloß Türnich. Zu Gast in die großartige Bettina Marugg und der wundervolle Norbert Rodenkirchen. Im Rahmen unseres gemeinsamen Projektes Lyrik&Sound unlimited begeben sich die beiden auf die Spuren von Shakespeare, der als Dramatiker zu Recht sehr geschätzt ist – als Lyriker aber noch unterschätzt oder mindestens unterwahrgenommen. Seine Lyrik ist brilliant, intelligent, poetisch, stark. Mit Love´s not time´s fool bringen wir im kommenden Salon Shakespeare mal ganz anders zu Gehör. Ein Abend voll Zauber und Poesie. (Keine Sorge: Der Titel ist zwar Englisch – der Abend aber auf Deutsch)
UND DANN: Wer glaubt, er sei schon mal auf einem Weihnachtsmark gewesen, der irrt. Die Mutter aller Weihnachtsmärkte findet nämlich dieses Jahr an den 3 Wochenenden vor Weihnachten auf Schloß Türnich statt. Das wird schlicht der schönste und beste und nachhaltigste und nur bio und kein Schrott und leckeres Essen und toller Glühwein und selbstgepresster Apfelpunsch und und und Weihnachtsmarkt westlich des Rheins und nördlich der Donau! Und wer glaubt, dass das an Superlativen ausreicht, mit dem diskutiere ich gerne, ob sich westlich des Rheins und nördlich der Donau überhaupt etwas befindet, da die ganze Donau ja östlich des Rhein liegt, aber vielleicht ist das auch eine philosophische Frage.
schon vor Weihnachten verwirrt
sev
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Tag der Wahrheit

heute ist Tag der Wahrheit und solche Tag sollte man stets für Offenbarungseide nutzen. Hier also meiner: Am liebsten wäre ich Late-Night-Talker geworden. Dies war meine eigentliche Bestimmung, der ich zwar noch in den 90er Jahren mit der Theater Late Night „Testbild“ kurz nachgegeben habe, der dann allerdings ein riesiges Schloss vor die Tür gefallen ist, das nicht umsonst Türnich heißt, da ich dann eben durch DIE Tür nich mehr gehen konnte und so ist diese Bestimmung derzeit durch einen Haufen Steine blockiert. Auf der anderen Seite sind die Wege des Herrn ja bisweilen nicht nur unergründlich, sondern führen auch an bemerkenswerte Orte und was auch immer Bestimmung, Wunsch oder Hoffnung ist, man sollte sie wandern (die Wege) und zwar vorzugsweise gut gelaunt, denn wenig betrübt mehr, als missmutige Wanderer – es nützt ja auch nix: man kommt ja nicht schneller ans Ziel, wenn man schlechte Laune hat. Und überhaupt ist das Wandern ja nicht nur eine wunderbare Tätigkeit, sondern auch ein schönes Bild für das Leben, was Menschen aller Zeiten angeregt hat, entsprechende Gärten anzulegen: der chinesische Paradiesgarten oder der englische Landschaftspark und in Vollendung natürlich der Moos-Garten (Kokedera) bei Kyoto sind Sinnbilder der Lebenswege, die durchwandert werden. In gut angelegten Gärten sieht man nie, wohin der Weg geht – stets verschwindet er nach wenigen Metern in der Natur – so wie im Leben halt auch: bisschen nach vorne schauen geht immer – doch irgendwann kommt Gebüsch – und mal blickt man weit in die Welt und der Spiegel der Seele ist groß und schön und dann ist da wieder nur Gebüsch. Und machmal zertritt der Wanderer unbedacht ein zartes Pflänzchen am Wegesrand, dessen Gestalt seinem Wesen vielleicht viel näher gewesen wäre, als der Blick aufs Große und Ganze (der ja eh stets mit Gebüsch oder Bäumen verstellt ist). Die Gestalt ist ja immer Ausdruck des Wesens und warum versteckt wohl die Kapuzinerkresse ihre Feuerblüten unter seerosenartigen Blättern und warum bringt das sanguinisch harte Johanniskraut eine zarte Sonnenradblüte hervor? Und vielleicht ist dem Wanderer bei näherer Betrachtung die Pflanze ja seelenverwandt  und die Gestalt der Pflanze seinem Wesen und dann merkt er auf einmal, dass in seinem Garten zuhause ja diese Pflanze wächst, die seinem Wesen doch so ähnlich ist und jetzt versuche ich diesen merkwürdigen Text mal zusammenzuknoten:

Der Vater aller Late-Night-Talker-Counterparts – also quasi mein heimlicher Alter-Ego-Gegenspieler ist ein passionierter Wanderer: Manuel Andrack – und wanderte er durch den Türnicher Schlosspark könnte er all die Lebenswege erwandern, die dort angelegt sind. Und so kommt er – vermutlich weniger zum wandern, als zu lesen (vermutlich aus seinem wunderbaren neuen Buch) am 28. September um 20 Uhr in den Türnicher Salon – eben um zu lesen – Anmeldung unbedingt erforderlich (siehe unten).

Natürlich gibt es vorher im Café das Wanderer-Salon-Gedeck (bitte auch hier kurz anmelden)

Im Renteisaal, in dem die Lesung stattfindet, ist immer noch eine Ausstellung des Künstlers Alfred Bast, der dem Wesen der Pflanzen auf den Grund gespürt hat. Am 22. und 29.9. kann man diese Ausstellung letztmalig von 13-14.30 Uhr besichtigen – und sollte das auch tun – denn wer weiß, wer da nicht sein eigenes Wesen entdeckt.

Und überhaupt lohnt stets ein Spaziergang durch den Türnicher Schlosspark, denn wann kann man seiner Seele schon mal in Ruhe in den Spiegel schauen? Am 29. gibt’s um 15 Uhr auch eine Führung.

Und vielleicht bilden die Steine ja irgendwann eine Bühne für ein schönes Late-Night-Format – noch ist die Tür nich zu…

der Sinn des Lebens

auf der Suche nach dem Sinn des Lebens begegnet jeder, der nicht hoffnungslos mit Ignoranz geschlagen ist, irgendwann der Frage nach dem Transzendenten, dem was durchleuchtet hinter den manifestierten Dingen. Wenn man dann leichtsinnigerweise einmal außerhalb von Kirchenräumen, Meditationsbänkchen, Stoßgebeten aus Bunkern und Selbsterfahrungskursen schaut, wo denn der Übergang in unsere positivistisch erscheinende Welt stattfindet, begegnet man ja komischen Sachen. Wir hatten kürzlich einen enorm faszinierenden Salon zum Thema Licht und Bewusstsein und schon da wackelte das fixierte und offensichtliche Weltbild bedenklich, als wir uns kurz in die Untiefen der Quantenmechanik begaben.

Nun sind Physiker ja merkwürdige Leute – mindestens so merkwürdig wie Japaner.  Die Japaner unter meinen Freunden werden es mit bitte verzeihen, aber aus westlicher (also normal denkender Sicht) existiert der Japaner in einer erstaunlichen, kaum fassbaren und so faszinierenden wie befremdlichen Extrem-Verbindung aus Schein und Sein, höchster Kunst und grauenhaftestem Kommerz, ich und wir, Bescheidenheit und Hochmut, Tradition und Moderne, Dezenz und Radikalität. Diesseits und Jenseits, Transzendenz und Manifestation. Und so hat der Japaner (an sich) quasi automatisch erkenntnistheoretischen Zugang zu Dingen, die unsereins erst einmal verborgen sind.

Da verwundert es wenig, dass sich ein Japaner, nämlich Dr. Masaru Emoto einmal der Substanz angenommen hat, die nach dem Licht, die zentrale Basis des Lebens ist: Wasser. (Das wusste übrigens schon der Liebe Gott (Genesis 1,1-2): zuerst schied er Licht von Finsternis (1.Tag)(war gut (ziemlich gut sogar)) und dann das Wasser (2.Tag)(was auch ganz gut war)). Und aus diesem Wasser kommt ja dann alles Leben (3. Tag (war auch gut, brachte aber schon eine Menge Probleme mit sich)). Liegt also nahe, dass in dem Wasser selbst etwas verborgen liegt, was mit dem Leben an sich zu tun hat. Denn warum sollte sonst in dieser chemisch eher langweiligen Substanz etwas entstehen (was am Ende in der Nase bohren kann)? Wir reden hier über Begriffe wie „Information“ „Bewusstsein“ „Frequenz“ „Energie“ usw. Kann man gleich Nicola Tesla zitieren (ist derzeit ja alles auto(sic!)matisch toll, wo Tesla draufsteht): “If you want to find the secrets of the universe, think in terms of energy, frequency and vibration.”

Und Dr. Emoto hat das sichtbar gemacht und fotografiert: Wasser-Kristall-Fotografie nennt man das dann – und wie uns das in die Welt des Transzendenten und am Ende natürlich zum Sinn des Lebens führt, lässt sich kommenden Freitag im Salon Schloß Türnich erfahren. Es besucht uns die Japanerin Akiko Stein, Schülerin des inzwischen verstorbenen Dr. Emoto und nimmt uns mit in die Geheimnisse des Wassers.

Vorher (18-20 Uhr) gibt es das Salon Gedeck im Café – dazu Wasser von Kölle (ooh leeve Joooot, gib uns Wassssaaaaa….)

nasse Grüße

DSDS, DLRG und DSGVO

1994 habe ich meine erste Rundmail – damals noch unter dem Titel „Briefe, die die Welt nicht liest“ – geschrieben, mit dem Ziel, so lange Mails zu schreiben, dass niemand mehr sie komplett liest. Mit dem Ansinnen bin ich leider gescheitert (es fand sich immer einer, der es nicht lassen konnte) – und seither betreibe ich meinen Verteiler als Todesverteiler – es gibt keinen unsubscibe-Button und die einzige Möglichkeit, keine Mails  mehr zu erhalten, ist der Tod. 

Doch wie geht nun der Tod mit der Datenschutzgrundverordnung um? Erhält der Tod eine Abmahnung, wenn er jemanden nicht über seinen Tod informiert oder kann man jetzt der Speicherung der Daten gar widersprechen und stirbt dann nicht – oder ist am Ende der Tod der Tod der Datenschutzgrundverordnung. Alle diese Fragen stelle ich mit aber nicht  – die Frage, die ich mir im Moment stelle ist, ob ich ab morgen weniger Spam bekomme. Ab morgen gilt sie ja, die DSGVO und da ich mit meinen Mails nicht im Knast landen will, teile ich dem geneigten Leser hiermit mit, dass ich ihn/sie gespeichert habe – und zwar im Adressbuch meines Computers mit dem Namen „sev rechner“  (von Siri „Sevs riitschner“ genannt) und darüber hinaus in der dazugehörigen Wolke, deren Name ich nicht kenne – es handelt sich aber um eine Ei-Cloud.

Es gibt jetzt die Möglichkeit, mir eine Mail zu schreiben, etwa mit dem Text: „Ich habe die Mails schon 1994 nicht gelesen, also kannst Du mich langsam mal löschen“ oder „wer bist du? Lösch mich!“, was aber (und dies kann durchaus als Warnung verstanden werden) dazu führen kann (und wird), dass Informationen wie: An diesem Freitag, dem 25.5., – also heute – findet im Türnicher Salon ein Abend über das Wesen des Lichtes statt. Und vorher gibts auch noch was Leckeres im Café… – in Zukunft nur noch die Rechner anderer Menschen erreichen werden. 

Wer nichts ändern will, braucht nichts zu tun: Mails und der Tod kommen weiterhin und auf jeden Fall.

Jetzt noch mal im Klartext: ich habe meine Datenschutzregelungen aktualisiert, weil morgen (am 25.5.2018) die neue EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) wirksam wird. Ich versichere, dass ich (wie bisher) auch weiterhin alle personenbezogenen Daten – also Namen und Adresse – ausschließlich zum Zweck der Kundgabe kostbarer Veranstaltungshinweise und unsinniger Texte verwende. Ganz besonders versichere ich, dass ich (wie bisher) Daten nicht an Dritte weitergebe, geschweige denn verkaufe.

So sei es

sev

Geburtstag

was gibt es Schöneres als den Geburtstag. Eigentlich merkwürdig. Denn obwohl er einen mit beleidigender Selbstverständlichkeit und nachgerade unerträglicher Penetranz an das drohende Ende erinnert, wird er (vermutlich aus Selbstschutz) sehr positiv assoziiert und entsprechend begangen, mit Feiern, Festen, tollem Essen, Ausflügen – ja es gibt kaum einen Tag, an dem man sich mehr hängen lassen kann ohne vorwurfsvolle Blicke ertragen zu müssen, als den Geburtstag. Dennoch: ganz gleich ob man älter oder, wie ich seit letztem Jahr (44 = Hälfte), wieder jünger wird – irgendwann ist Ende und das ist auch noch absehbar. Lediglich gewisse juristische Personen, wie etwa Stiftungen, haben dieses Problemchen beneidenswerterweise nicht, denn sie gehorchen dem Ewigkeitsprinzip und sind daher unsterblich. Insofern ist deren Geburtstag eigentlich deutlich höher einzuschätzen, als der eigene, der statt mit exzessiven Feiern mit einem Tag strengster Zen-Meditation inkl. ein paar ordentlicher Schläge eines reinkarnierten Lamas gefeiert werden sollte.
Wir haben daher hier in Türnich letztes Jahr die „Kultur- und Naturstiftung Schloß Türnich“ gegründet, die – obwohl sie noch in die Windeln macht und nicht alleine laufen kann (aber immerhin schon Sätze mit „nichtsdestoweniger“ formt) – im Februar ein Jahr alt wird. Ich selbst werde im Februar (und zwar am 15.) 42. Ich kann zum Glück schon alles (laufen, sprechen, rechnen (naja), schweizerdeutsch, mit Messer und Gabel essen (auch mit Löffel) (und Stäbchen), Kopfstand, Spagat nicht, Kreuzworträtsel, mit den Ohren wackeln – kurz alles was man zum Leben braucht), doch unsere kleine Stiftung kann noch kaum was. Und da haben wir beschlossen, ihr unter die Arme zu greifen. Und das machen wir mit einem besonderen Geburtstagsessen der besonderen Art – und zwar am besonderen 15. Februar hier in Türnich.
Im Anhang die Einladung. Es gibt verschiedene Kategorien, wie Ihr der kleinen Stiftung helfen könnt. Ihr könnt auch einfach nur zum Essen kommen und dann überlegen, was hilft. Im Anhang also die Einladung (sagte ich schon, aber in meinem Alter vergisst man schon mal, was man gerade geschrieben hat). Also: im Anhang die Einladung. Bitte dringend anmelden, da es a) schon Anmeldungen gibt und b) die Plätze limitiert sind. Tue Gutes und wir schreiben auf die Homepage und/oder in den Torbogen darüber- und zwar auf Bronze. Anmeldung über stiftung@schloss-tuernich.de.
heute wieder jünger
sev
PS Im Anhang die Einladung (schrieb ich das schon?)
PPS am kommenden Mittwoch (31.1. 18 Uhr) kommt Sam Surin, der Schneider aus Bangkok, und vorher gibt’s Maß-Essen im Café. Hier der funktionierende Link (in der letzen Mail funktionierte der Link nicht, da am Ende die Satzzeichen mit in den Link kopiert waren (mein Telefon kann zwar schon mit mir reden und erkennt, wenn ich in der Nase popel und die Übernahme der Welt durch die KI steht unmittelbar bevor, doch bei zwei falschen Satzzeichen, kollabiert das System)): http://www.samsurinonline.com/de – bitte kurze Anmeldemail an verwaltung@schloss-tuernich.de
PPPS Und am Tag danach, dem 1. Februar, Donnerstag, zeigen wir hier um 19.30 (nicht 18.30 und nicht 20 Uhr, nein 19.30!!) die Filmpremiere von Free Lunch Society und vorher gibt es das Essen zum Film (als Paid Dinner) im Café – zubereitet vom großartigen Ernst Pattberg. Bitte anmelden über meingrundeinkommen.de und für das Essen hilft eine kurze Mail an cafe@schloss-tuernich.de
PPPS Den Anhang gibts hier leider nicht, da man pdfs hier nicht anhängen kann. Wer interessiert ist, möge mir schreiben oder einen Kommentar hinterlassen.

Warum ich so unfassbar gut aussehe

das neue Jahr hat begonnen und mit dem 8. Januar auch in aller brutalen Realität. Kein Verstecken mehr hinter Weihnachtsgedusel und Neujahrswünschen, dass alles endlich besser werden möge. Die Realität kommt nackt und unbarmherzig und alles ist wie letztes Jahr. Was kann man da nur tun? – in einer Welt, die von Schein, Glitter und Fake News regiert wird, von Trumps, Erdogans, Putins, Assads und all solchen, die ernsthaft glauben, man könne durch eine bequeme Welt von heute eine erträgliche Welt von morgen ermöglichen, kurz von kleinen und großen dicken Jungen mir roten Knöpfen auf zu großen Schreibtischen.? Was kann man tun? Revolution ist auf jeden Fall eine gute Option, wenn auch in selbstgewählter Totalüberwachung nicht ganz einfach – also: kämpfen im Kleinen. Was man dabei aber auf jeden Fall beachten sollte: GUT AUSSEHEN! Wem das ähnlich schwerfällt wie mir (zu lang, zu dünn, komisch proportioniert, krumme Nase), dem sei ein guter Schneider ans Herz gelegt. Denn in wirklich guten Klamotten sieht jeder fantastisch aus (vgl. ich). Und ein solcher Schneider kommt mal wieder zu uns:
Sam Surin – der Schneider aus Bangkok – kommt zu einem Salon Spezial am 31. Januar. Er macht wunderbare Klamotten für Barak Obama und mich. Im Renteisaal liegen unendliche Stoffmuster und Sam oder sein Kumpel Navin nehmen Maß und ein paar Wochen später kommen per Post Hemden, Hosen, Mäntel, Anzüge usw. (gerade Hemden auf Maß sind übrigens eine wunderbare Sache) und die Preise sind absolut fair. (Mal schauen? hier: http://www.samsurinonline.com/de/).
Und damit zur Maßnahme auch die Maße stimmen, zaubert unser Koch Ernst Pattberg ab 18 Uhr ein Salongedeck (auch Suppe und Nachtisch).
Also essen, schauen, essen, wählen, essen, messen – fertig.
Nochmal: Schneider Sam Surin und gutes Essen am 31. Januar 2018 von 18.30 bis 22 Uhr im Café und Renteisaal von Schloß Türnich.
Für eine kurze Info über den geplanten Besuch wären wir zwecks Planung dankbar. Am besten: verwaltung@schloss-tuernich.de
Leider gibt es Klamotten nur für Herren (Grund weiter unten im PS). Essen gibt es aber natürlich für beide Geschlechter (und zumindest ich brauche alleine gar nicht dahinzugehen).
Wem Gutes Aussehen zur Weltrettung nicht reicht, dem sei am Folgetag, dem 1. Februar,  eine Filmpremiere im Renteisaal empfohlen (auch hier gibt es vorher ab 18 Uhr ein Salongedeck im Café). Die Utopie eines bedingungslosen Grundeinkommens muss keine Utopie bleiben und das zeigt der Film „Free Lunch Society“, der als Crowd Premiere am 1.2. um 19.30 Uhr bei uns zu sehen ist. Trailer hier: https://www.youtube.com/watch?v=qFm1bJKaX-Q.
Ticketreservierung hier: meingrundeinkommen.de. Gezahlt wird dann vor Ort (10,- / 8,-).
Und jede Kinokarte kann an der Verlosung eines einjährigen Grundeinkommens von monatlich 1000,- €  teilnehmen. Die Verlosung wird live von der Premiere übertragen.
Nochmal: 1. Februar 2018 um 20 Uhr Filmpremiere im Renteisaal – vorher Salongedeck im Café ab 18 Uhr
Wir freuen uns auf Euch und diese Highlights Ende des Monats
herzlich
sev
PS und da war er wieder – der Unterschied zwischen Männern und Frauen – und er überkam mich, wie immer völlig unerwartet – nämlich in Gestalt einer Email des stets so höflichen Schneiders von New Royal Fashions. In der Mail setzte er mir auseinander, dass es nahezu unmöglich ist, für Damen, allein aufgrund der (egal wie sorgfältigen) Abmessungen ein Kleidungsstück zu schneidern. Das Stück kann nicht passen – es muss sich erst in einer Kleidungsstückanprobierstube weigern, die (meist) runden Formen zu akzeptieren, um sich dann willig anpassen zu lassen. Da der Schneider allerdings nur einmal im Jahr in Europa ist, müsste dieses Prozedere in Bangkok stattfinden, und da ja keiner, um mal schnell ein Kleidchen anzuprobieren nach Bangkok jettet, entsteht hier eine Form von Diskriminierung, deren ursächliches Verschulden sehr schwer zu orten ist. Möglicherweise – und das wäre meine These – ist Kleidung als solche chauvinistisch (#metoofashion).
PPS Beweis meines unfassbar guten AussehensSeverin Hoensbroech