Türnich ruft

Advent Advent noch kein Lichtlein brennt, aber es beschleicht einen schon wieder das Gefühl, dass das dieses Jahr wieder nichts wird mit einer ruhigen und entspannten, besinnlichen, auf das wirklich wichtige konzentrierten Vorweihnachtszeit. Doch man soll ja nicht von sich auf andere schließen, sondern lieber dafür sorgen, dass die anderen das Leben leben, das man eigenlich selber leben wollte, denn am Ende – und das ist ein wirklich weihnachtlicher Gedanke – ist ja das schönste Geschenk, wenn ein anderer sich freut und es anderen gut geht. Das glaube wer wolle, doch da Weihnachten nun mal naht, wollen wir dies tun und tun dafür alles.
Der Reihe nach:
Einer der großen Autoren des 20. Jahrhunderts ist zweifellos Thomas Bernhard – und wer denkt, dass man bei seiner Lektüre nur Depressionen bekommt, der hat ihn einfach nie richtig gelesen. Und damit das nicht passiert, lesen Birte Schrein und ich am Freitag mal was von ihm vor. Titel Goethe schtirbt – Bernhard lacht. In Bonn. In der Theatergemeinde – Details unten.
Ebenfalls am Freitag für all jene, die nicht nach Bonn fahren können, wollen oder dürfen mit denen fahren wir (mindestens kulinarisch) nach Österreich. Denn wenn wer weiß, was gut ist, dann sind es unsere Nachbarn – die Österreicher. Wenn man mal eine Weltmacht war und heute gerade mal noch halb so groß ist wie Nordrhein-Westfalen, dann muss man seine Weltmacht neu konzentrieren – und das am besten im Magen bzw. in der Küche. Insofern haben wir diesen Freitag eine Weltmacht zu Besuch auf Schloss Türnich. Lassen Sie sich das nicht entgehen. Das Freitagsmenü am Freitag um 19 Uhr im Café. Bitte unbedingt anmelden – schnell – es gibt noch Restplätze. Übrigens war ich ja neulich mal wieder in Österreich eine Woche in den Bergen – und ich wusste gar nicht, dass ich so viele Lieblingsgerichte habe – und dass sie fast ausnahmslos aus der AU-Küche stammen. Servus – da geht noch was!
Am Freitag drauf – also am 30.11. gibt es dann einen besonderen kulturellen Leckerbissen im Salon Schloß Türnich. Zu Gast in die großartige Bettina Marugg und der wundervolle Norbert Rodenkirchen. Im Rahmen unseres gemeinsamen Projektes Lyrik&Sound unlimited begeben sich die beiden auf die Spuren von Shakespeare, der als Dramatiker zu Recht sehr geschätzt ist – als Lyriker aber noch unterschätzt oder mindestens unterwahrgenommen. Seine Lyrik ist brilliant, intelligent, poetisch, stark. Mit Love´s not time´s fool bringen wir im kommenden Salon Shakespeare mal ganz anders zu Gehör. Ein Abend voll Zauber und Poesie. (Keine Sorge: Der Titel ist zwar Englisch – der Abend aber auf Deutsch)
UND DANN: Wer glaubt, er sei schon mal auf einem Weihnachtsmark gewesen, der irrt. Die Mutter aller Weihnachtsmärkte findet nämlich dieses Jahr an den 3 Wochenenden vor Weihnachten auf Schloß Türnich statt. Das wird schlicht der schönste und beste und nachhaltigste und nur bio und kein Schrott und leckeres Essen und toller Glühwein und selbstgepresster Apfelpunsch und und und Weihnachtsmarkt westlich des Rheins und nördlich der Donau! Und wer glaubt, dass das an Superlativen ausreicht, mit dem diskutiere ich gerne, ob sich westlich des Rheins und nördlich der Donau überhaupt etwas befindet, da die ganze Donau ja östlich des Rhein liegt, aber vielleicht ist das auch eine philosophische Frage.
schon vor Weihnachten verwirrt
sev
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Tag der Wahrheit

heute ist Tag der Wahrheit und solche Tag sollte man stets für Offenbarungseide nutzen. Hier also meiner: Am liebsten wäre ich Late-Night-Talker geworden. Dies war meine eigentliche Bestimmung, der ich zwar noch in den 90er Jahren mit der Theater Late Night „Testbild“ kurz nachgegeben habe, der dann allerdings ein riesiges Schloss vor die Tür gefallen ist, das nicht umsonst Türnich heißt, da ich dann eben durch DIE Tür nich mehr gehen konnte und so ist diese Bestimmung derzeit durch einen Haufen Steine blockiert. Auf der anderen Seite sind die Wege des Herrn ja bisweilen nicht nur unergründlich, sondern führen auch an bemerkenswerte Orte und was auch immer Bestimmung, Wunsch oder Hoffnung ist, man sollte sie wandern (die Wege) und zwar vorzugsweise gut gelaunt, denn wenig betrübt mehr, als missmutige Wanderer – es nützt ja auch nix: man kommt ja nicht schneller ans Ziel, wenn man schlechte Laune hat. Und überhaupt ist das Wandern ja nicht nur eine wunderbare Tätigkeit, sondern auch ein schönes Bild für das Leben, was Menschen aller Zeiten angeregt hat, entsprechende Gärten anzulegen: der chinesische Paradiesgarten oder der englische Landschaftspark und in Vollendung natürlich der Moos-Garten (Kokedera) bei Kyoto sind Sinnbilder der Lebenswege, die durchwandert werden. In gut angelegten Gärten sieht man nie, wohin der Weg geht – stets verschwindet er nach wenigen Metern in der Natur – so wie im Leben halt auch: bisschen nach vorne schauen geht immer – doch irgendwann kommt Gebüsch – und mal blickt man weit in die Welt und der Spiegel der Seele ist groß und schön und dann ist da wieder nur Gebüsch. Und machmal zertritt der Wanderer unbedacht ein zartes Pflänzchen am Wegesrand, dessen Gestalt seinem Wesen vielleicht viel näher gewesen wäre, als der Blick aufs Große und Ganze (der ja eh stets mit Gebüsch oder Bäumen verstellt ist). Die Gestalt ist ja immer Ausdruck des Wesens und warum versteckt wohl die Kapuzinerkresse ihre Feuerblüten unter seerosenartigen Blättern und warum bringt das sanguinisch harte Johanniskraut eine zarte Sonnenradblüte hervor? Und vielleicht ist dem Wanderer bei näherer Betrachtung die Pflanze ja seelenverwandt  und die Gestalt der Pflanze seinem Wesen und dann merkt er auf einmal, dass in seinem Garten zuhause ja diese Pflanze wächst, die seinem Wesen doch so ähnlich ist und jetzt versuche ich diesen merkwürdigen Text mal zusammenzuknoten:

Der Vater aller Late-Night-Talker-Counterparts – also quasi mein heimlicher Alter-Ego-Gegenspieler ist ein passionierter Wanderer: Manuel Andrack – und wanderte er durch den Türnicher Schlosspark könnte er all die Lebenswege erwandern, die dort angelegt sind. Und so kommt er – vermutlich weniger zum wandern, als zu lesen (vermutlich aus seinem wunderbaren neuen Buch) am 28. September um 20 Uhr in den Türnicher Salon – eben um zu lesen – Anmeldung unbedingt erforderlich (siehe unten).

Natürlich gibt es vorher im Café das Wanderer-Salon-Gedeck (bitte auch hier kurz anmelden)

Im Renteisaal, in dem die Lesung stattfindet, ist immer noch eine Ausstellung des Künstlers Alfred Bast, der dem Wesen der Pflanzen auf den Grund gespürt hat. Am 22. und 29.9. kann man diese Ausstellung letztmalig von 13-14.30 Uhr besichtigen – und sollte das auch tun – denn wer weiß, wer da nicht sein eigenes Wesen entdeckt.

Und überhaupt lohnt stets ein Spaziergang durch den Türnicher Schlosspark, denn wann kann man seiner Seele schon mal in Ruhe in den Spiegel schauen? Am 29. gibt’s um 15 Uhr auch eine Führung.

Und vielleicht bilden die Steine ja irgendwann eine Bühne für ein schönes Late-Night-Format – noch ist die Tür nich zu…

der Sinn des Lebens

auf der Suche nach dem Sinn des Lebens begegnet jeder, der nicht hoffnungslos mit Ignoranz geschlagen ist, irgendwann der Frage nach dem Transzendenten, dem was durchleuchtet hinter den manifestierten Dingen. Wenn man dann leichtsinnigerweise einmal außerhalb von Kirchenräumen, Meditationsbänkchen, Stoßgebeten aus Bunkern und Selbsterfahrungskursen schaut, wo denn der Übergang in unsere positivistisch erscheinende Welt stattfindet, begegnet man ja komischen Sachen. Wir hatten kürzlich einen enorm faszinierenden Salon zum Thema Licht und Bewusstsein und schon da wackelte das fixierte und offensichtliche Weltbild bedenklich, als wir uns kurz in die Untiefen der Quantenmechanik begaben.

Nun sind Physiker ja merkwürdige Leute – mindestens so merkwürdig wie Japaner.  Die Japaner unter meinen Freunden werden es mit bitte verzeihen, aber aus westlicher (also normal denkender Sicht) existiert der Japaner in einer erstaunlichen, kaum fassbaren und so faszinierenden wie befremdlichen Extrem-Verbindung aus Schein und Sein, höchster Kunst und grauenhaftestem Kommerz, ich und wir, Bescheidenheit und Hochmut, Tradition und Moderne, Dezenz und Radikalität. Diesseits und Jenseits, Transzendenz und Manifestation. Und so hat der Japaner (an sich) quasi automatisch erkenntnistheoretischen Zugang zu Dingen, die unsereins erst einmal verborgen sind.

Da verwundert es wenig, dass sich ein Japaner, nämlich Dr. Masaru Emoto einmal der Substanz angenommen hat, die nach dem Licht, die zentrale Basis des Lebens ist: Wasser. (Das wusste übrigens schon der Liebe Gott (Genesis 1,1-2): zuerst schied er Licht von Finsternis (1.Tag)(war gut (ziemlich gut sogar)) und dann das Wasser (2.Tag)(was auch ganz gut war)). Und aus diesem Wasser kommt ja dann alles Leben (3. Tag (war auch gut, brachte aber schon eine Menge Probleme mit sich)). Liegt also nahe, dass in dem Wasser selbst etwas verborgen liegt, was mit dem Leben an sich zu tun hat. Denn warum sollte sonst in dieser chemisch eher langweiligen Substanz etwas entstehen (was am Ende in der Nase bohren kann)? Wir reden hier über Begriffe wie „Information“ „Bewusstsein“ „Frequenz“ „Energie“ usw. Kann man gleich Nicola Tesla zitieren (ist derzeit ja alles auto(sic!)matisch toll, wo Tesla draufsteht): “If you want to find the secrets of the universe, think in terms of energy, frequency and vibration.”

Und Dr. Emoto hat das sichtbar gemacht und fotografiert: Wasser-Kristall-Fotografie nennt man das dann – und wie uns das in die Welt des Transzendenten und am Ende natürlich zum Sinn des Lebens führt, lässt sich kommenden Freitag im Salon Schloß Türnich erfahren. Es besucht uns die Japanerin Akiko Stein, Schülerin des inzwischen verstorbenen Dr. Emoto und nimmt uns mit in die Geheimnisse des Wassers.

Vorher (18-20 Uhr) gibt es das Salon Gedeck im Café – dazu Wasser von Kölle (ooh leeve Joooot, gib uns Wassssaaaaa….)

nasse Grüße

DSDS, DLRG und DSGVO

1994 habe ich meine erste Rundmail – damals noch unter dem Titel „Briefe, die die Welt nicht liest“ – geschrieben, mit dem Ziel, so lange Mails zu schreiben, dass niemand mehr sie komplett liest. Mit dem Ansinnen bin ich leider gescheitert (es fand sich immer einer, der es nicht lassen konnte) – und seither betreibe ich meinen Verteiler als Todesverteiler – es gibt keinen unsubscibe-Button und die einzige Möglichkeit, keine Mails  mehr zu erhalten, ist der Tod. 

Doch wie geht nun der Tod mit der Datenschutzgrundverordnung um? Erhält der Tod eine Abmahnung, wenn er jemanden nicht über seinen Tod informiert oder kann man jetzt der Speicherung der Daten gar widersprechen und stirbt dann nicht – oder ist am Ende der Tod der Tod der Datenschutzgrundverordnung. Alle diese Fragen stelle ich mit aber nicht  – die Frage, die ich mir im Moment stelle ist, ob ich ab morgen weniger Spam bekomme. Ab morgen gilt sie ja, die DSGVO und da ich mit meinen Mails nicht im Knast landen will, teile ich dem geneigten Leser hiermit mit, dass ich ihn/sie gespeichert habe – und zwar im Adressbuch meines Computers mit dem Namen „sev rechner“  (von Siri „Sevs riitschner“ genannt) und darüber hinaus in der dazugehörigen Wolke, deren Name ich nicht kenne – es handelt sich aber um eine Ei-Cloud.

Es gibt jetzt die Möglichkeit, mir eine Mail zu schreiben, etwa mit dem Text: „Ich habe die Mails schon 1994 nicht gelesen, also kannst Du mich langsam mal löschen“ oder „wer bist du? Lösch mich!“, was aber (und dies kann durchaus als Warnung verstanden werden) dazu führen kann (und wird), dass Informationen wie: An diesem Freitag, dem 25.5., – also heute – findet im Türnicher Salon ein Abend über das Wesen des Lichtes statt. Und vorher gibts auch noch was Leckeres im Café… – in Zukunft nur noch die Rechner anderer Menschen erreichen werden. 

Wer nichts ändern will, braucht nichts zu tun: Mails und der Tod kommen weiterhin und auf jeden Fall.

Jetzt noch mal im Klartext: ich habe meine Datenschutzregelungen aktualisiert, weil morgen (am 25.5.2018) die neue EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) wirksam wird. Ich versichere, dass ich (wie bisher) auch weiterhin alle personenbezogenen Daten – also Namen und Adresse – ausschließlich zum Zweck der Kundgabe kostbarer Veranstaltungshinweise und unsinniger Texte verwende. Ganz besonders versichere ich, dass ich (wie bisher) Daten nicht an Dritte weitergebe, geschweige denn verkaufe.

So sei es

sev

Geburtstag

was gibt es Schöneres als den Geburtstag. Eigentlich merkwürdig. Denn obwohl er einen mit beleidigender Selbstverständlichkeit und nachgerade unerträglicher Penetranz an das drohende Ende erinnert, wird er (vermutlich aus Selbstschutz) sehr positiv assoziiert und entsprechend begangen, mit Feiern, Festen, tollem Essen, Ausflügen – ja es gibt kaum einen Tag, an dem man sich mehr hängen lassen kann ohne vorwurfsvolle Blicke ertragen zu müssen, als den Geburtstag. Dennoch: ganz gleich ob man älter oder, wie ich seit letztem Jahr (44 = Hälfte), wieder jünger wird – irgendwann ist Ende und das ist auch noch absehbar. Lediglich gewisse juristische Personen, wie etwa Stiftungen, haben dieses Problemchen beneidenswerterweise nicht, denn sie gehorchen dem Ewigkeitsprinzip und sind daher unsterblich. Insofern ist deren Geburtstag eigentlich deutlich höher einzuschätzen, als der eigene, der statt mit exzessiven Feiern mit einem Tag strengster Zen-Meditation inkl. ein paar ordentlicher Schläge eines reinkarnierten Lamas gefeiert werden sollte.
Wir haben daher hier in Türnich letztes Jahr die „Kultur- und Naturstiftung Schloß Türnich“ gegründet, die – obwohl sie noch in die Windeln macht und nicht alleine laufen kann (aber immerhin schon Sätze mit „nichtsdestoweniger“ formt) – im Februar ein Jahr alt wird. Ich selbst werde im Februar (und zwar am 15.) 42. Ich kann zum Glück schon alles (laufen, sprechen, rechnen (naja), schweizerdeutsch, mit Messer und Gabel essen (auch mit Löffel) (und Stäbchen), Kopfstand, Spagat nicht, Kreuzworträtsel, mit den Ohren wackeln – kurz alles was man zum Leben braucht), doch unsere kleine Stiftung kann noch kaum was. Und da haben wir beschlossen, ihr unter die Arme zu greifen. Und das machen wir mit einem besonderen Geburtstagsessen der besonderen Art – und zwar am besonderen 15. Februar hier in Türnich.
Im Anhang die Einladung. Es gibt verschiedene Kategorien, wie Ihr der kleinen Stiftung helfen könnt. Ihr könnt auch einfach nur zum Essen kommen und dann überlegen, was hilft. Im Anhang also die Einladung (sagte ich schon, aber in meinem Alter vergisst man schon mal, was man gerade geschrieben hat). Also: im Anhang die Einladung. Bitte dringend anmelden, da es a) schon Anmeldungen gibt und b) die Plätze limitiert sind. Tue Gutes und wir schreiben auf die Homepage und/oder in den Torbogen darüber- und zwar auf Bronze. Anmeldung über stiftung@schloss-tuernich.de.
heute wieder jünger
sev
PS Im Anhang die Einladung (schrieb ich das schon?)
PPS am kommenden Mittwoch (31.1. 18 Uhr) kommt Sam Surin, der Schneider aus Bangkok, und vorher gibt’s Maß-Essen im Café. Hier der funktionierende Link (in der letzen Mail funktionierte der Link nicht, da am Ende die Satzzeichen mit in den Link kopiert waren (mein Telefon kann zwar schon mit mir reden und erkennt, wenn ich in der Nase popel und die Übernahme der Welt durch die KI steht unmittelbar bevor, doch bei zwei falschen Satzzeichen, kollabiert das System)): http://www.samsurinonline.com/de – bitte kurze Anmeldemail an verwaltung@schloss-tuernich.de
PPPS Und am Tag danach, dem 1. Februar, Donnerstag, zeigen wir hier um 19.30 (nicht 18.30 und nicht 20 Uhr, nein 19.30!!) die Filmpremiere von Free Lunch Society und vorher gibt es das Essen zum Film (als Paid Dinner) im Café – zubereitet vom großartigen Ernst Pattberg. Bitte anmelden über meingrundeinkommen.de und für das Essen hilft eine kurze Mail an cafe@schloss-tuernich.de
PPPS Den Anhang gibts hier leider nicht, da man pdfs hier nicht anhängen kann. Wer interessiert ist, möge mir schreiben oder einen Kommentar hinterlassen.

Warum ich so unfassbar gut aussehe

das neue Jahr hat begonnen und mit dem 8. Januar auch in aller brutalen Realität. Kein Verstecken mehr hinter Weihnachtsgedusel und Neujahrswünschen, dass alles endlich besser werden möge. Die Realität kommt nackt und unbarmherzig und alles ist wie letztes Jahr. Was kann man da nur tun? – in einer Welt, die von Schein, Glitter und Fake News regiert wird, von Trumps, Erdogans, Putins, Assads und all solchen, die ernsthaft glauben, man könne durch eine bequeme Welt von heute eine erträgliche Welt von morgen ermöglichen, kurz von kleinen und großen dicken Jungen mir roten Knöpfen auf zu großen Schreibtischen.? Was kann man tun? Revolution ist auf jeden Fall eine gute Option, wenn auch in selbstgewählter Totalüberwachung nicht ganz einfach – also: kämpfen im Kleinen. Was man dabei aber auf jeden Fall beachten sollte: GUT AUSSEHEN! Wem das ähnlich schwerfällt wie mir (zu lang, zu dünn, komisch proportioniert, krumme Nase), dem sei ein guter Schneider ans Herz gelegt. Denn in wirklich guten Klamotten sieht jeder fantastisch aus (vgl. ich). Und ein solcher Schneider kommt mal wieder zu uns:
Sam Surin – der Schneider aus Bangkok – kommt zu einem Salon Spezial am 31. Januar. Er macht wunderbare Klamotten für Barak Obama und mich. Im Renteisaal liegen unendliche Stoffmuster und Sam oder sein Kumpel Navin nehmen Maß und ein paar Wochen später kommen per Post Hemden, Hosen, Mäntel, Anzüge usw. (gerade Hemden auf Maß sind übrigens eine wunderbare Sache) und die Preise sind absolut fair. (Mal schauen? hier: http://www.samsurinonline.com/de/).
Und damit zur Maßnahme auch die Maße stimmen, zaubert unser Koch Ernst Pattberg ab 18 Uhr ein Salongedeck (auch Suppe und Nachtisch).
Also essen, schauen, essen, wählen, essen, messen – fertig.
Nochmal: Schneider Sam Surin und gutes Essen am 31. Januar 2018 von 18.30 bis 22 Uhr im Café und Renteisaal von Schloß Türnich.
Für eine kurze Info über den geplanten Besuch wären wir zwecks Planung dankbar. Am besten: verwaltung@schloss-tuernich.de
Leider gibt es Klamotten nur für Herren (Grund weiter unten im PS). Essen gibt es aber natürlich für beide Geschlechter (und zumindest ich brauche alleine gar nicht dahinzugehen).
Wem Gutes Aussehen zur Weltrettung nicht reicht, dem sei am Folgetag, dem 1. Februar,  eine Filmpremiere im Renteisaal empfohlen (auch hier gibt es vorher ab 18 Uhr ein Salongedeck im Café). Die Utopie eines bedingungslosen Grundeinkommens muss keine Utopie bleiben und das zeigt der Film „Free Lunch Society“, der als Crowd Premiere am 1.2. um 19.30 Uhr bei uns zu sehen ist. Trailer hier: https://www.youtube.com/watch?v=qFm1bJKaX-Q.
Ticketreservierung hier: meingrundeinkommen.de. Gezahlt wird dann vor Ort (10,- / 8,-).
Und jede Kinokarte kann an der Verlosung eines einjährigen Grundeinkommens von monatlich 1000,- €  teilnehmen. Die Verlosung wird live von der Premiere übertragen.
Nochmal: 1. Februar 2018 um 20 Uhr Filmpremiere im Renteisaal – vorher Salongedeck im Café ab 18 Uhr
Wir freuen uns auf Euch und diese Highlights Ende des Monats
herzlich
sev
PS und da war er wieder – der Unterschied zwischen Männern und Frauen – und er überkam mich, wie immer völlig unerwartet – nämlich in Gestalt einer Email des stets so höflichen Schneiders von New Royal Fashions. In der Mail setzte er mir auseinander, dass es nahezu unmöglich ist, für Damen, allein aufgrund der (egal wie sorgfältigen) Abmessungen ein Kleidungsstück zu schneidern. Das Stück kann nicht passen – es muss sich erst in einer Kleidungsstückanprobierstube weigern, die (meist) runden Formen zu akzeptieren, um sich dann willig anpassen zu lassen. Da der Schneider allerdings nur einmal im Jahr in Europa ist, müsste dieses Prozedere in Bangkok stattfinden, und da ja keiner, um mal schnell ein Kleidchen anzuprobieren nach Bangkok jettet, entsteht hier eine Form von Diskriminierung, deren ursächliches Verschulden sehr schwer zu orten ist. Möglicherweise – und das wäre meine These – ist Kleidung als solche chauvinistisch (#metoofashion).
PPS Beweis meines unfassbar guten AussehensSeverin Hoensbroech

Sinn Besäufnis

also eine Sache in punkto Adventszeit haben ich noch nicht begriffen, nämlich die mit der Besinnlichkeit. Die Adventszeit soll besinnlich sein. Für mich das einzig besinnliche ist, dass ich mich am 30. November abends besinne, dass meine 4 Kinder ja Adventskalender brauchen und mir dabei schlagartig einfällt, dass ich doch meiner Frau einen Adventskalender basteln wollte (was ich sofort auf das kommende Jahr verschiebe), um dann  (übrigens genau wie am 5. Dezember) um viertel vor 22 Uhr in diese eklige Regenkälte hinauszugehen, um beim REWE noch schnell Adventskalender (bzw. Nikolausstiefelfüllungen) zu kaufen und ertappe mich wie jedes Jahr bei dem Gedanken, dass das sooo doch lieblos ist, und ich außerdem auch nicht diesen ganzen Schokoscheiß kaufen will, nicht als Engelchen und nicht als Nikoläuschen, es dann aber dennoch tue, weil ich schon wieder zu spät dran bin und die Kinder sich ja freuen sollen. Währenddessen klingelt mein Telefon, dass jemand aus Huston (wir haben ein Problem) gerne mit mir reden würde, aber nur zu Geschäftszeiten, die in Huston sicher nicht meine sind und so treffe ich mich dann – nach einem merkwürdigen transatlantischen Telefonat vor der Frischkäsekühlanlage – an der Kasse mit lauter ähnlich unbesinnten Seelen, die leicht angeschämt Schokoscheiß aufs Band legen und vom Kassierer mitleidig als hoffnungslose Opfer der Vorweihnachtskonsumhölle abkassiert werden. Die Restzeit vor Weihnachten beherbergt dann noch alle Termine, die das Jahr über noch nicht stattgefunden haben, aber unbedingt noch in diesem Jahr stattfinden sollten und alles Schöne, Private, Familiäre – ja vielleicht sogar Besinnliche wird zwischen die Jahre verlegt und ZUM GLÜCK dauert zwischen-den-Jahren ja genauso lang wie das ganze Jahr, denn anders lässt sich die Masse der schönen, privaten, familiären – ja besinnlichen Vorhaben ja gar nicht bewältigen – und wehe einer besinnt sich einer Besinnlichkeit.

Wir  – von Schloß Türnich – halten all dieser sinnlosen Besinnlichkeit echte Besinnung entgegen – und zwar kulinarisch:

Diesen Donnerstag – dem 14.12. – gibt es noch ein paar wenige Plätze beim Donnerstagsmenü, das unsere beiden Spitzenköche Ernst und Ferdi „vorweihnachtlicher Gaumenschmaus“ getauft haben, was auch mit „essbare Besinnlichkeit“ übersetzt werden könnte. Näheres hier.

Dann gibt es ein Donnerstagsmenue-Spezial zwischen den Jahren, am 28.12. Bitte schnell reservieren! Gezaubert wird ein „Kulinarischer Jahresrückblick“ – auch Jahresbesinnung.

Unseren Bio-Brunch gibt es weiterhin jeden Sonntag und außerdem am 26. , 30. und 31. (nicht aber am 24.). Auch hier bitte reservieren!! (26. ist schon voll)

besonnen

sev

http://www.schloss-tuernich.de

One More Thing

diesen Dienstag Abend wird ja nun (spannungspannung) das 10-Jahres-Jubiläums-iPhone präsentiert und die Welt erwartet offiziell nichts Geringeres als Weltbewegendes. Dass das nicht kommt, wissen zwar alle, doch das iPhone  schmückt sich immer noch mit der heiligen Aura einer echten großen Veränderung, die man toll finden mag oder nicht, deren Schlagkraft aber doch von den meisten unterschätzt wurde. Im Drama könnte die Einführung des iPhone wunderbar im dritten Akt am Höhepunkt der Handlung den Umschwung in (wahlweise) die Katastrophe (hier: alle Millenniums-Kinder und alle ihre Freunde) oder das Happy End (hier: dank What’s app habe endlich alle Kinder Freunde) einleiten – Aristoteles nennt diesen Moment in seiner Poetik „Peripetie“. Nun habe ich schon sehr lange nur Apple-Produkte und kann schamlos zugeben, dass ich immer ein Apple-Jünger war – heute bin ich nur noch Apple-Abhängiger – aber das ist ja bei jeder guten Sekte so – also warum sollte das bei kommerziell-technologischen Religionen besser sein. Überhaupt – so fleißig, wie Apple das Wohl des Planeten predigt, ihn gleichzeitig sozial und ressourcenmäßig ausbeutet und Gläubige um sich schart, könnte die Firma direkt einen Antrag auf Anerkennung als Kirche stellen.

Nicht zuletzt ist Steve Jobs ja auch Gott oder mindestens iGod – übrigens auch oder gerade Gott der Dramaturgie. „One more thing…“ ist eines seiner schönsten Zitate und insoweit wird es auch an diesem denkwürdigen Dienstag, dem 12. September 2017, One More Thing geben:

Denn es kann ja kein Zufall sein, dass genau an diesem Tag, dem 10-jährigen Jubiläum einer der größten Peripetien der jüngeren Vergangenheit, ein Buch auf dem Markt kommt mit dem Titel: „Das Peripetie-Prinzip“.. Das Buch habe (in aller größenwahnsinnigen Bescheidenheit) ich mit meinen beiden Brüdern Raphael und Alexis zusammen geschrieben. Natürlich steht zu erwarten, dass die Erscheinung des Buches das beherrschende Thema der Berichterstattung rund um die Keynote von Tim Cook sein wird. Ob überhaupt noch jemand über das neue iPhone redet, bleibt abzuwarten – die Wahrscheinlichkeit ist eher gering (vielleicht so gering wie ein Wahlsieg der SPD). Schließlich wurde das Buch schon im Vorfeld zu Recht (und zumindest von mir) als Standardwerk eingestuft, denn wenn man sich schon mal hinsetzt, um ein Buch zu schreiben, dann Bitteschön ein Standardwerk. 

Natürlich gibt es auch ein geringe Wahrscheinlichkeit (Wahlsieg der CDU), dass keine Sau sich für dieses Buch interessiert, doch dem kann leicht durch schlichte Bestellung desselben abgeholfen werden – und zwar hier:

http://www.murmann-verlag.de/das-peripetie-prinzip.html

oder hier: 

https://smile.amazon.de/Das-Peripetie-Prinzip-Severin-von-Hoensbroech/dp/3867745714/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1505165632&sr=8-1&keywords=peripetie+prinzip

und wenn man schon bei amazon einkauft, bitte über smile.amazon.de einkaufen und die Kultur- und Naturstiftung Schloß Türnich als Begünstigten eingeben (und dann auch den Rest des Lebens immer da einkaufen – funktioniert auch als Religion).

Das Buch gibt’s mit Widmung auch bei mir – dann bitte ein Mail – und dann kommen aber noch die Versandkosten druff.

morgen wird ein schöner Tag (ich brauche dringend ein neues iPhone! (lechz) )

sev

 

Die KNEF

dem gemeinen Germanisten ist durchaus vertraut, dass Eigennamen nicht mit Artikeln versehen werden sollten. ‚Der Michael kommt heute zum Abendessen‘, ist ein Satz der nur im nötigen Släng germanistische Akzeptanz finden könnte – etwa: „Dä Mischael (mit stimmhaftem sch) kütt – essen!“ Daneben – und auch in gepflegter germanistischer Konversation – eignet sich der Artikel ausgezeichnet, um Abschätzigkeit und Verachtung zu dokumentieren. ‚Der Trump‘ oder ‚der Erdogan‘. Als Komparativ der Verachtung empfiehlt sich, das ‚der‘ dann noch durch ein ‚dieser‘ zu ersetzen und als Superlativ dann die Ergänzung des Namens durch ein distanzschaffendes Herr oder Frau. „Dieser Herr Trump“ (wobei Trump hier dann auch besser absichtlich falsch mit u gesprochen wird) ist also der germanistische Gipfel der Verachtung.
In seltenen Fällen kann der vorgeschaltete Artikel allerdings auch als denkmalstiftende Bewunderungsverallgemeinerung verwendet werden und so zum germanistischen Olymp der Bewunderung avancieren – doch das gelingt nur ganz wenigen – und für die muss es dann schon rote Rosen regnen:
„Die Knef“ ist eine solche und weil wir sie natürlich auch bewundern, widmen wir ihr einen Salon. Zu diesem kommt die Grand Dame des Pfalztheaters Hannelore Bähr mit dem großartigen Pianisten Frank Kersting und singt, spielt, tanzt und erzählt Hildegard Knef – kurz sie ist die Knef!
Reservieren Sie schnell und rechtzeitig unter verwaltung@schloss-tuernich.de oder 02237-97 46 97. Karten liegen dann an der Abendkasse. Wir rufen nur zurück, wenn ausverkauft ist.
Da gute Musik und leere Mägen sich nicht vertragen, empfehlen wir vorher im Schlosscafé das Salongedeck von DEM Ferdi (hier auch die Bewunderungsvariante).
herzlich
anja und severin und wibke